Nordspanien begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Architektur und Natur. Hier wechseln sich mittelalterliche Städte mit verwinkelten Gassen und prachtvollen Kathedralen mit modernen Architekturikonen ab. Die Region beeindruckt zudem mit ursprünglichen Küstenorten, wilden Steilküsten und grünen Landschaften, die zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen einladen. Historische Pilgerwege wie der Jakobsweg prägen die Kultur und erzählen von einer bewegten Vergangenheit. Auf dieser 10-tägigen Rundreise wird die Vielfalt Nordspaniens hautnah erfahrbar: Die Geschichte der Städte, Bauwerke von der Romanik bis zur Moderne und die atemberaubende Natur lassen sich in einer Entdeckungsreise voller unvergesslicher Eindrücke erleben.
1. Tag: Anreise Bilbao
Linienflug nach Bilbao. Begrüßung durch unsere Reiseleitung und Transfer zum Hotel für 2 Nächte. Anschließend Spaziergang durch das Casco Viejo und Abendessen in Pintxos-Bars.
2. Tag: Bilbao
Rundgang durch die historische Altstadt mit engen Gassen und Besuch der traditionsreichen Markthalle mit Einblicken in die baskische Kultur und regionalen Spezialitäten. Besuch des 1997 vom Architekten Frank Gehry erbauten Guggenheim-Museums, architektonisches Wahrzeichen der Stadt und Symbol des städtebaulichen Aufschwungs. Danach Fahrt mit der Standseilbahn (1915) auf den Hausberg Artxanda. In nur 4 Minuten erreicht man den Gipfel, von dem sich ein beeindruckender Panoramablick eröffnet.
Option 1: Bootstour am Nachmittag
Etwa einstündige Bootsfahrt auf dem Nervión. Vorbei am Rathaus, der Zubizuri-Brücke und unter der La-Salve-Brücke hindurch eröffnen sich Blicke auf das Guggenheim-Museum, die Universität Deusto aus dem 19. Jh. sowie das Ufergebiet von Zorrozaurre.
Option 2: Museumsbesuche am Nachmittag
Individuelle Museumsbesuche, z. B. im städtischen Kunstmuseum oder im Baskischen Museum.
3. Tag: Bilbao - Burgos
Fahrt nach Burgos mit Zwischenstopp in der Sierra de Atapuerca (UNESCO-Welterbe). Die archäologischen Fundstätten zählen zu den bedeutendsten Stätten der Menschheitsgeschichte: Seit den 1970er-Jahren wurden hier über eine Million Fossilien entdeckt, darunter Überreste früher Menschenarten, die bis zu rund 1,2 Millionen Jahre alt sind. In unmittelbarer Nähe verläuft zudem der Jakobsweg (UNESCO-Welterbe), einer der wichtigsten historischen Pilgerwege Europas. Weiterfahrt nach Burgos. Die Stadt wurde in christlicher Zeit zur Hauptstadt des Königreiches Kastilien-León und zu einer wichtigen Station auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Der Eingang in die Altstadt führt durch das Stadttor Arco de Santa María, Teil der ehemaligen Befestigungsanlage. Dahinter befindet sich die Plaza del Rey San Fernando mit der Kathedrale Santa María (UNESCO-Weltkulturerbe). Unter der Kuppel des Vierungsturms befindet sich das Grab des spanischen Nationalhelden El Cid. Die große Plaza Mayor, der Marktplatz des alten Stadtzentrums, wird von historischen Gebäuden umgeben, z. B. der Casa del Cordón, benannt nach der als Gürtel benutzten Schnur der Franziskaner, die das Wappen über dem Portal einrahmt; sie ist auch als Palacio de los Condestables de Castilla bekannt – hier wurde Kolumbus nach seiner Rückkehr 1497 von den katholischen Königen Fernando und Isabella empfangen. Übernachtung in Burgos.
4. Tag: Burgos - León
Besuch des Kartäuserklosters Miraflores bei Burgos, eines der bedeutendsten spätgotischen Bauwerke Spaniens (im 15. Jh.) und bekannt für seine reich ausgestattete Kirche und die Grabmäler der kastilischen Königsfamilie. Spaziergang auf einem ausgewählten Teilstück des Camino de Santiago, der León seit dem Mittelalter zu einer der wichtigsten Stationen auf dem Jakobsweg macht. Nachmittags Ankunft in León und Rundgang durch die Altstadt mit ihrer gotischen Kathedrale Santa María de Regla aus dem 13. Jh., berühmt für ihre monumentalen Glasfenster. Besuch der Basilika San Isidoro mit dem Pantheon der Könige von León, oft als „Sixtinische Kapelle der Romanik“ bezeichnet. Je nach Zeitlage Blick auf weitere Bauwerke wie die Casa de Botines von Antoni Gaudí, den Palacio de los Guzmanes aus dem 16. Jh. sowie das ehemalige Kloster San Marcos, einst Pilgerhospital und seit 1964 ein Parador. Übernachtung in León.
5. Tag: León – Ponferrada – Las Médulas – Santiago de Compostela (langer Tag)
Besichtigung der gotischen Kathedrale Santa María de Regla (13. Jh.) mit beeindruckender Fassade und mittelalterlichen Glasfenstern. Anschließend Fahrt nach Ponferrada (ca. 1,5 Std.), wo die Templerburg besichtigt wird. Die Anlage aus dem 12.–14. Jh. war eine wichtige Festung der Tempelritter auf dem Jakobsweg und beeindruckt durch ihre Wehrmauern, Türme und Innenhöfe. Weiterfahrt zu den römischen Goldminen vonLas Médulas. Das UNESCO-Welterbe aus der Römerzeit ist für seine spektakulären Landschaftsformen durch den Goldabbau bekannt. Weiterfahrt nach Santiago de Compostela. Hotelbezug für 3 Nächte.
6. Tag: Santiago de Compostela
Besichtigung der berühmten Kathedrale von Santiago de Compostela, Ziel des Jakobswegs und bedeutendes Pilgerzentrum Europas. Eindrucksvoll sind die Fassade aus mehreren Epochen, das reich verzierte Portal sowie das prächtige Innere mit dem Hochaltar und der Krypta des Apostels Jakobus. Erkundung der Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, mit ihren verwinkelten Gassen, historischen Plätzen und charakteristischen galicischen Häusern. Danach freie Zeit, um die Stadt zu entdecken oder lokale Spezialitäten zu genießen.
7. Tag: Pazo – Fisterre – Corme – Camelle
Besuch des Pazo de Faramello, eines historischen Herrenhauses, das Einblicke in die galizische Architektur und Kultur bietet. Fahrt nach Fisterre/Kap Finisterre, einem der westlichsten Punkte Spaniens, bekannt für seine Küstenlandschaften und den Leuchtturm. Gelegenheit zum Spaziergang entlang der Klippen. Weiterfahrt zu den Küstenorten Corme und Camelle, die mit ihren kleinen Häfen, traditionellen Häusern und regionalen Museen faszinieren. In Corme lohnt ein Besuch des lokalen Museums für Fischerei und Küstenkultur, in Camelle das Museum über die Werke des Künstlers Man.
8. Tag: Santiago de Compostela – Luarca – Cudillero – Oviedo
Fahrt entlang der grünen Küste Galiciens und Asturiens nach Oviedo. Unterwegs Stopps in den malerischen Küstenorten Luarca und Cudillero, die mit ihren bunten Häusern, idyllischen Häfen und engen Gassen beeindrucken. Beide Orte bieten authentisches Flair, Fotomotive und Einblicke in die lokale Kultur und Fischerei. Weiterfahrt nach Oviedo, Hauptstadt der Region Asturien. Hotelbezug für 2 Nächte.
9. Tag: Oviedo – Gijón – Sidra
Besichtigung der Kathedrale San Salvador, ein bedeutendes Bauwerk der asturischen Gotik mit beeindruckendem Kreuzgang und kunsthistorisch wertvollen Reliquien. Hier begann der Jakobsweg zur Zeit König Alfons II. Fahrt nach Gijón am Atlantik. Die Stadt besticht durch die lange Playa de San Lorenzo, ideal für Spaziergänge, Baden oder Entspannen. Das historische Fischerviertel Cimavilla bietet asturisches Flair. Besuch einer typischen Sidrería mit Verkostung des traditionellen asturischen Apfelweins.
10. Tag: Bilbao – Abreise
Zeitige Abfahrt Richtung Bilbao (ca. 3 Std). Zwischenstopp in Santillana del Mar. Spaziergang durch die Kopfsteinpflastergassen mit historischen Gebäuden. Optionaler Halt in Portugalete, um die berühmte Puente Vizcaya zu besichtigen, falls dies nicht am 2. Tag erfolgte. Transfer zum Flughafen Bilbao, Verabschiedung und Rückflug.




