Kloster Chor Virap
Fladenbrot Lavash
Garni Sonnentempel
Kloster Sevanavank
Kreuzsteine - Khachkars
Armenien

Im Land der ersten Christen - Klöster, Begegnungen & Kulturschätze zwischen Ararat & Sewansee

9 Tage
Programmvorschlag
01.01.2035 - 09.01.2035
Buchungscode: RZ+AM-11109
Reisebeschreibung

Armenien gilt als das erste Land der Welt, das das Christentum im Jahr 301 zur Staatsreligion erhob. Bis heute prägen jahrhundertealte Klöster, lebendige Glaubenstraditionen und eine tiefe spirituelle Verbundenheit die Identität des Landes. Diese Reise führt zu bedeutenden Stätten des armenischen Christentums, die vielfach zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, und eröffnet zugleich Einblicke in die bewegte Geschichte und reiche Kultur des Südkaukasus. Begegnungen mit Vertretern der armenisch-katholischen Kirche und anderen christlichen Gemeinschaften vermitteln ein authentisches Bild des religiösen Lebens in Armenien. Eindrucksvolle Landschaften, herzliche Gastfreundschaft und die lange Tradition des Weinbaus runden diese besondere Reise zwischen Ararat, Sewansee und Kaukasus ab.

1. Tag: Anreise nach Jerewan

Linienflug nach Jerewan, eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt. Begrüßung durch die örtliche Reiseleitung und Transfer zum Hotel. Die armenische Hauptstadt liegt malerisch am Fluss Hrazdan und wird aufgrund des rosafarbenen Tuffsteins ihrer Gebäude oft als „rosa Stadt“ bezeichnet. Hotelbezug für 3 Nächte in Jerewan.

2. Tag: Edschmiatsin und Swartnoz

Ausflug nach Edschmiatsin, dem religiösen Zentrum Armeniens und Sitz des Katholikos aller Armenier. Armenien gilt als das erste Land der Welt, das das Christentum im Jahr 301 zur Staatsreligion erhob. Teilnahme an der Sonntagsliturgie in der Kathedrale von Edschmiatsin, deren Ursprünge auf das früher 4. Jh. zurückgehen. Die Kathedrale zählt gemeinsam mit weiteren Sakralbauten der Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besichtigung der Hripsime-Kirche aus dem 7. Jh., einem Meisterwerk frühchristlicher armenischer Architektur. Danach Besuch der Ruinen der Kathedrale von Swartnoz. Der monumentale Rundbau wurde im 7. Jh. errichtet und gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen armenischer Baukunst. (F/A)

3. Tag: Jerewan – Geschichte und Gegenwart

Stadtrundfahrt durch Jerewan mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der armenischen Hauptstadt. Dazu gehören der Platz der Republik mit seinen charakteristischen Gebäuden aus rosafarbenem Tuffstein, die Maschtoz-Allee, das Opernhaus sowie die monumentale Kaskade mit ihrem weiten Blick über die Stadt bis zum Berg Ararat. Besuch des Matenadaran, einer der bedeutendsten Handschriftensammlungen der Welt. Die Sammlung bewahrt Tausende wertvolle armenische und orientalische Manuskripte und vermittelt einen Eindruck von der reichen geistigen Tradition des Landes. Nachmittags Besuch der Gedenkstätte Tsitsernakaberd und des Völkermordmuseums. Die Ausstellung dokumentiert die tragischen Ereignisse von 1915. (F/M)

4. Tag: Chor Virap – Areni – Noravank – Goris

Fahrt durch die fruchtbare Ararat-Ebene zum Kloster Chor Virap. Der bedeutende Wallfahrtsort ist eng mit dem heiligen Gregor dem Erleuchter verbunden, der hier der Überlieferung nach dreizehn Jahre gefangen gehalten wurde. Von der Klosteranlage eröffnet sich ein eindrucksvoller Blick auf den biblischen Berg Ararat, das nationale Symbol Armeniens. Weiterfahrt zur Areni-Höhle, einer bedeutenden archäologischen Fundstätte. Hier wurden u. a. die älteste bekannte Weinkelterei der Welt sowie ein über 5.500 Jahre alter Lederschuh entdeckt. Anschließend Besuch des malerisch gelegenen Klosters Noravank aus dem 12. und 13. Jh., das von spektakulären roten Felsformationen umgeben ist. Mittagessen mit Weinprobe in einem Weingut. Auf dem Weg nach Goris Halt bei der Megalithanlage Karahunj, die oft als eines der ältesten astronomischen Observatorien der Welt bezeichnet wird. Übernachtung in Goris. (F/M/A).

5. Tag: Tatev – Seidenstraße – Sewansee

Fahrt in die Bergregion Sjunik. Mit der „Wings of Tatev“, einer der längsten Pendelseilbahnen der Welt, wird das Kloster Tatev erreicht. Die zwischen dem 9. und 13. Jh. entstandene Klosteranlage war über Jahrhunderte ein bedeutendes geistliches und wissenschaftliches Zentrum Armeniens. Vorgesehen ist eine Begegnung mit einem Vertreter der Klostergemeinschaft, der Einblicke in das heutige religiöse Leben und die Bedeutung des Klosters vermittelt. Mittagessen bei einer armenischen Familie. Über den historischen Selim-Pass führt die Reise weiter zur mittelalterlichen Karawanserei von Orbelian, einem Zeugnis der alten Handelswege entlang der Seidenstraße. Anschließend Fahrt zum Sewansee, der auf rund 1.900 Metern Höhe liegt und als „Blaue Perle Armeniens“ bekannt ist. Besuch des Friedhofs von Noratus mit seiner einzigartigen Sammlung mittelalterlicher Kreuzsteine sowie des Klosters Sewanavank auf der Sewan-Halbinsel. Fahrt nach Dilidschan zur Übernachtung. (F/M/A).

6. Tag: Klöster des Lori-Gebiets und Gjumri

Im Dorf FioletowoBegegnung mit Angehörigen der Molokaner, einer russisch-christlichen Glaubensgemeinschaft, die im 19. Jh. in den Kaukasus umsiedelte. Bei Tee aus dem Samowar werden Einblicke in ihre Traditionen und Lebensweise vermittelt. Weiterfahrt in die landschaftlich reizvolle Debed-Schlucht. Besichtigung der beiden UNESCO-Welterbestätten Haghpat und Sanahin, bedeutender Klosteranlagen aus dem 10. bis 13. Jh. Sie gehörten zu den wichtigsten Zentren des mittelalterlichen Armeniens und bewahren bis heute zahlreiche Zeugnisse der armenischen Gelehrsamkeit. Anschließend Fahrt nach Gjumri, der zweitgrößten Stadt des Landes, und Übernachtung. (F/M/A)

7. Tag: Katholisches Leben in Gjumri und Arutsch

Gjumri gilt als Zentrum der katholischen Kirche Armeniens. Begegnungen mit Vertretern der katholischen Kirche ermöglichen Einblicke in die Geschichte und Gegenwart des katholischen Lebens in Armenien. Möglichkeit zur Teilnahme an einer Messfeier. Besuch einer Werkstatt für traditionelle Khachkars, die kunstvoll verzierten armenischen Kreuzsteine und mit einer der wenigen Frauen Armeniens, die dieses alte Handwerk ausübt. Danach Besichtigung der historischen Altstadt und Rückfahrt nach Jerewan. Hotelbezug für 2 Nächte. Unterwegs Besuch der Kathedrale von Arutsch, einem bedeutenden Sakralbau des 7. Jh. und Zeugnis der Blütezeit frühchristlicher Architektur (F/M).

8. Tag: Geghard und Begegnung

Ausflug nach Garni. Der dortige Tempel des Sonnengottes Mithras aus dem 1. Jh. ist das einzige erhaltene Bauwerk hellenistischer Architektur im gesamten Kaukasus. In der nahegelegenen Schlucht beeindruckt die Basaltformation „Symphonie der Steine“ mit ihren nahezu regelmäßig geformten Säulen. Anschließend Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Geghard. Das teilweise in den Fels gehauene Kloster zählt zu den bedeutendsten religiösen Stätten Armeniens. Seine Geschichte reicht bis in das 4. Jh. zurück. Mittagessen bei einer armenischen Familie mit Einblicken in die traditionelle Herstellung des Fladenbrotes Lavash, das von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. Zurück in Jerewan Begegnung mit der armenisch-katholischen Gemeinde. Gespräche mit Verantwortlichen der Gemeinde vermitteln Eindrücke vom kirchlichen Leben einer kleinen, aber lebendigen katholischen Minderheit in einem überwiegend apostolisch geprägten Land. Gemeinsames Abschiedsabendessen mit armenischer Musik. (F/M/A)

9. Tag: Rückreise

Transfer zum Flughafen, Verabschiedung und Rückflug.

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