Marokko - ein Land wie aus dem Märchen. Das Land an der Schwelle von Europa zu Afrika ist ein beliebtestes Reiseziel. Alte Stadtviertel koexistieren mit modernen Hochhäusern und Geschäftsgebäuden. Die Berber sind die älteste Bevölkerungsgruppe Marokkos und leben in den sagenumwobenen Kasbahs. Über 90 % der Bevölkerung bekennen sich zum Islam, doch religiöse Toleranz hat in Marokko eine lange Tradition. Christliche Kirchen und Synagogen gibt es in allen größeren Städten. Die Vielfalt der Landschaften mit atemberaubendem Gebirge, tief eingeschnittenen Flusstälern, fruchtbaren Oasen und faszinierender Wüste ist ein großartiges Erlebnis. Eindrucksvoll sind die berühmten Königsstädte im maurischen Baustil mit prunkvollen Palästen und Moscheen, großartig verzierten Stadttoren, Gassen und Gärten. Die Märkte mit Gewürzen und Stoffen, Handwerksstätten und Gerbergassen sowie orientalischer Musik sind beeindruckend.
1. Tag: Flug mit der xx via Madrid nach Casablanca. Empfang durch die örtliche Reiseleitung. Transfer zum Hotelbezug für 1 Nacht in Casablanca.
2. Tag: Stadtrundfahrt in der größten Stadt Marokkos, mit eindrucksvollen Bauten, wie der imposanten Hassan II. Moschee (Außenbesichtigung). Weiterfahrt nach Rabat (UNESCO), einer der vier Königsstädte und zugleich Hauptstadt Marokkos. Außenbesichtigung des Königspalastes. Besuch des prachtvollen Mausoleums von König Mohammed V., gegenüber des ca. 44 m hohe Hassan-Turms, dem Wahrzeichen der Stadt und Vorbild der Giralda in Sevilla. Spaziergang durch die Gassen der Kasbah des Oudaias. Fahrt durch die Maamora-Korkeichenwälder nach Meknès, dem „Versailles Marokkos“. Hotelbezug für 1 Nacht.
3. Tag: Köngisstadt Meknès. Besichtigung der Grabmoschee des Sultans. Gang durch das prächtige Stadttor Bab el Mansour in die Medina, mit unzähligen Geschäften, in den Töpfer- und Metallwaren, Früchte und Gewürze angeboten werden. Fahrt nach Volubilis. Die schönste römische Ausgrabungsstätte Marokkos gleicht einer Zeitreise in die Antike und begeistert durch ihre Lage und interessante Mosaiken. Besuch der nahegelegenen heiligen Stadt Moulay Idris. Der gleichnamige Fürst bekehrte die Berber der Region zum Islam. Gläubige Marokkaner können eine (teure) Pilgerfahrt nach Mekka durch sieben Reisen nach Moulay Idris ersetzen. Weiterfahrt nach Fès. Von der Nordfestung bietet sich im Abendlicht ein schöner Blick über die Altstadt. Hotelbezug für 2 Nächte.
4. Tag: Besichtigungen in Fès, der schönsten Medina Nordafrikas (UNESCO). Die im 9. Jh. erbaute Stadt ist die älteste der Königsstädte mit einer monumentalen Stadtmauer und zwölf beeindruckenden Toren. Der Gang durch die Medina führt die Besucher aus der Gegenwart ins Mittelalter, zu den Vierteln der Tischler, Kupferschmiede sowie Gerber und Färber. Gefärbte Wollstränge der Weber hängen zum Trocknen, Gerber bearbeiten Felle in bunten Farbkübeln, Händler bieten eine Vielzahl farbiger, duftender Gewürze an. Auf dem Weg zur al-Qarawiyin-Moschee/Universität ziehen Eselskarren vorbei. Fès ist auch die Stadt der Gelehrten. Hinter ihren Toren versteckt sich seit dem Jahr 956 die älteste Universität der islamischen Welt. Im Innenhof der wunderschönen Attarine-Medersa können farbenprächtige Kachelmosaiken bestaunt werden. In Fès el Jadid befinden sich der Königspalast und das jüdische Viertel. Marokkanisches Mittagessen in einem Riad. Zeit zur freien Verfügung.
5. Tag: Fahrt durch die Bergwelt und Landschaften des Mittleren Atlas nach Erfoud, einer der größten Oasen Nordafrikas. Durch das Hochgebirge geht es vorbei an Zedernwäldern mit wilden Affen, Olivenhainen, Thymian- und Rosmarinfeldern und kleinen Orten mit Lehmhäusern. Die hier lebenden Berber gelten als Könige der Berge, die sich jahrhundertelang gegen die Vorherrschaft der Städte zur Wehr setzten. Bis heute haben die Berber zumindest teilweise ihre eigene Sprache und Tradition bewahrt. Durch das schöne Ziztal geht es bis zum Wüstenort Merzouga am Rande der gelben Sanddünen der Sahara. Fahrt mit Landrovern zur kleinen Oase, wo zum Teil bis zu 100 m hohe Sanddünen zu sehen sind. Die vom Wind geformten Sandmeere machen lediglich 20 % der Fläche der Sahara aus, während die restliche Fläche aus einer Fels- und Kieswüste besteht. Die einzigartigen Farbtöne der Dünenlandschaft erzeugen eine besondere Atmosphäre. Nach dem Sonnenuntergang Fahrt nach Erfoud und Hotelbezug für 1 Nacht.
6. Tag: Fahrt zur Oasenstadt Tinghir bzw. zur Todra-Schlucht, deren Felswände bis zu 300 m hoch sind und deren schmalster Durchgang kaum 10 m breit ist. Spaziergang durch die Palmerie, einem auf drei Etagen angelegten Garten mit einer Foggara-Bewässerung. Tinghir bietet einen Einblick in die Tradition und Lebensweise der Berber, die sich primär durch den Oasenanbau und weitläufige Dattelpalmenoasen finanzieren. Fahrt durch die Dadès Schlucht, deren Felsen je nach Sonneneinstrahlung Farben von rosa über rot bis zu einem tiefen violett annehmen, nach Boumalne Du Dades. Hotelbezug für 1 Nacht.
7. Tag: Weiterfahrt entlang grüner Palmenoasen, duftender Rosenfelder, Feigen-, Aprikosen- und Mandelbäumen nach Ouarzazate. In den Filmstudios dieser Stadt wurden einige Hollywood Filme und TV-Serien gedreht, beispielsweise „Gladiator“ und „Game of Thrones“. Nächster Halt: die Stadt BenHaddou und die wohl bekannteste Kasbah Marokkos – Ait Benhaddou (UNESCO). Berühmtheit erlangte die Lehmsiedlung der Berber vor allem durch Filmproduktionen wie „Lawrence von Arabien“, „Gladiator“ oder „Die Bibel“. Gang durch die Gassen der Siedlung zwischen den noch immer bewohnten Wohnburgen. Bummel durch den Souk. Fahrt in den Hohen Atlas in rund 2.260 Meter Höhe bis zum Tichka-Pass, dem höchstgelegenen Punkt der Reise. Von hier aus schraubt sich die Straße durch malerische Landschaften hinab nach Agadir, einer der beliebtesten Urlaubsstädte an der Atlantikküste. Hotelbezug für 2 Nächte.
8. Tag: Tag zur freien Verfügung. Die Stadt Agadir eignet sich gut zum Flanieren. Der Souk El Had ist der traditionelle Markt. Möglichkeit zum Baden und um einen Sonnenuntergang über dem Atlanik zu genießen. Besuch und Gespräch in einer Arganöl Kooperative, wo biologisch hergestelltes Arganöl verarbeitet wird. Für die Berberinnen ist dies die einzige Möglichkeit, der traditionellen Vorherrschaft der Männer zu entfliehen (keine Extrakosten).
9. Tag: Fahrt zur Besichtigung von Essaouira, der „weißen Perle am Atlantik“ und charmanten Hafenstadt. Zeit, um im Hafen zu verweilen oder auf dem Platz Moulay el Hassan einen marokkanischen Tee zu genießen. Weiterfahrt zur Königsstadt Marrakesch und Hotelbezug für 2 Nächte (Dieser Tag beinhaltet zwei lange Fahrten).
10. Tag: Besichtigung von Marrakesch. Besuch der Koutoubia-Moschee (von außen), einem Meisterwerk maurischer Architektur, der Saadier-Gräber, des Bahia-Palastes und des Bab Agnaou, des ältesten Stadttores. Gang über die Souks und den berühmten Djemaa-el-Fna. Besuch des Marjorelle-Gartens, einer grünen Oase mit verschiedensten Pflanzenarten, jedoch überwiegend Kakteen und Bougainvillea. Im hinteren Teil des Gartens steht ein Gedenkstein für den französischen Modedesigner Yves Saint Laurent, dem die Rettung des Jardin Majorelle maßgeblich zu verdanken ist. Besuch der Naturapotheke Herboriste du Paradis bei der Medersa Ben Youssef. Abends gemeinsamer Spaziergang über den Djemaa-el-Fna, wo ein buntes Treiben stattfindet, mit Händlern, Volksunterhaltern, Märchenerzählern, Gauklern, Musikanten, Kartenlegern und Schlangenbeschwörern. Abends verwandelt sich der Platz in ein großes Freiluft-Restaurant und wird zum Treffpunkt Einheimischer und Gäste.
Besuch des ALNOUR-Projektes, das Arbeitsplätze für Frauen mit Behinderung inkl. Weiterbildung, Sprachkursen, Essen und Kinderbetreuung bietet. Die Frauen stellen Produkte von einzigartiger Qualität her. Die Arbeiten sind ungewöhnlich kreativ und ausschließlich aus Naturfasern, fein verarbeitet und liebevoll bestickt. Was hier hergestellt wird, gibt es in keinem Souk. Möglichkeit zu einem Gespräch und Führung durch die Anlage (keine extra Kosten).
11. Tag: Transfer zum Flughafen Marrakesch. Verabschiedung und Rückflug via Madrid.




