Belgien war das Zentrum des mittelalterlichen Europas. Der Reichtum der Kaufleute, Kirchen und Klöster schuf historische Bauten und Kunstschätze. Aus diesen künstlerischen Höhepunkten wurden vom Amt für Fremdenverkehr sieben Werke ausgewählt, die „Sieben Wunder Belgiens“. Belgien ist ein Land mit vielen Nationalitäten, mannigfaltigen Kulturen und drei Amtssprachen - Flämisch, Französisch und Deutsch. Doch diese Gegensätze passen gut zusammen. Neben dem Kulturreichtum sollten unbedingt die kulinarischen Schätze in Form landestypischer Spezialitäten wie Schokolade, sortenreiche Biere, Pommes Frites oder Meeresfrüchte berücksichtigt werden.
1. Tag:Zugfahrt von xx nach Brüssel, der belgischen Hauptstadt. Abholung am Bahnhof. Halbtägige Stadtbesichtigung zu Fuß. Kennenlernen der Stadt, u. a. zum Grande Place, dem historischen und architektonischen Herz der Stadt mit den prächtigen Giebelhäusern, zum barocken Rathaus, der Brothalle und der Hubertus-Galerie, kurzer Halt beim legendären Manneken Pis. Zimmerbezug für 2 Nächte im Hotel (ca. 730 km).
2. Tag:Ganztägige Besichtigung in Brüssel, der belgischen Metropole. Führung in einer Chocolaterie, wo alle Etappen der Schokoladenzubereitung gezeigt werden, mit anschließender Kostprobe. Rundfahrt vorbei am Justizpalast, dem Triumphbogen, dem zum Wahrzeichen gewordenen Atomium, den Königlichen Treibhäusern sowie durch das EU-Viertel mit Blick auf das Gebäude des Europäischen Parlaments. Besuch des Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique mit einem der Sieben Wunder Belgiens, dem Ölgemälde des flämischen Malers Pieter Bruegel „Sturz des Ikarus“. Es ist ca. 1558 entstanden und zeigt eine Szene aus den Metamorphosen des römischen Dichters Ovid. Individuelle Verlängerung oder Möglichkeit zu einer Kaffeepause in einem der eleganten Jugendstilcafés.
3. Tag:Ganztagesausflug Antwerpen. Besuch der Stadt an der Schelde mit einem der modernsten Seehäfen der Welt. Stadtbesichtigung. Besuch der Liebfrauenkathedrale mit der Kreuzabnahme von Rubens aus dem Jahr 1612, einem weiteren der Sieben Wunder. Das Bild, welches am linken äußeren Flügel des Christophorus zu sehen ist, zählt zu den bedeutendsten Meisterwerke der Barockmalerei. Besuch des Rubenshauses, eines repräsentativen Stadtpalais mit Werken des Meisters. Antwerpen gilt weltweit als bedeutender Handelsplatz für Diamanten. Besuch des neuen Diamantenmuseums (DIVA). Fahrt nach Gent und Hotelbezug für 4 Nächte (ca. 115 km).
4. Tag: Brügge. Fahrt in die ungekrönte Königin der flämischen Handelsstädte. Stadtrundgang mit Besichtigung der Heilig-Blut-Basilika und dem Rathaus, dem früheren Hanseviertel mit Poortersloge und Altem Zollhaus (Tolhuis). Besuch des Memlingmuseums. Das im 12. Jh. entstandene St. Janshospitaal mit der erhaltenen Krankenabteilung aus dem 14. Jh. und einer Apotheke beherbergt neben wertvollen Gebrauchsgegenständen auch zahlreiche Kunstwerke aus mehreren Jahrhunderten. Besichtigung des Reliquienschreins der Hl. Ursula mit sechs Darstellungen aus der Legende der 11.000 Jungfrauen von Hans Memling, einem der Sieben Wunder. Nachmittags Ausflug an die Küste mit kleinen Aufenthalten oder fakultativ in Brügge: Besuch der Privatbrauerei »De halve Maan« mit Führung und Bierprobe (ca. 150 km).
5. Tag: Ganztägiger Ausflug Tournai/Oudenaarde. Fahrt zur Stadtbesichtigung in Tournai. Besuch der Liebfrauenkathedrale mit dem Marienschrein des Nikolaus von Verdun, einem weiteren der Sieben Wunder. Neben der prachtvollen Goldschmiedearbeit soll Verdun auch den Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom geschaffen haben. Weiterfahrt in das schöne Städtchen Oudenaarde, am Fuß der Flämischen Ardennen gelegen. Stadtrundgang mit Besuch des beeindruckenden Rathauses/MOU Museums, das für seine berühmten Wandteppiche (15. bis 18. Jh.) bekannt ist (ca. 150 km).
6. Tag: Gent. Besichtigungen in der wunderschönen Stadt an der Leie. Besuch von Schloss Ooidonk, einem der prächtigsten Schlösser Belgiens. Stadtrundgang vorbei an den Gildehäusern und dem Denkmal von Jacob van Artevelde, der dafür gesorgt hatte, dass Flandern während des Hundertjährigen Krieges weitgehend neutral und damit wohlhabend bleiben konnte. Weiter geht es zum Rathaus und zum Sint-Baafsplein, dem Herzen der Stadt. Wo Schelde und Leie zusammenfließen, befindet sich der mächtige Belfried, die St.-Bavo-Kathedrale und das Königliche Niederländische Theater. Gegenüber steht der Springbrunnen mit dem Porträtmedaillon von Jan Frans Willems, dem Vater der flämischen Bewegung. Besichtigung der St.-Bavo-Kathedrale mit der Rokoko-Kanzel (1745) und dem Rubens-Gemälde „Die Bekehrung des Heiligen Bavo“. Ein weiteres Wunder ist das Genter Altarbild „Das Lamm Gottes“, welches im Jahr 1432 von den Brüdern van Eyck geschaffen wurde. Der Altar gilt als Höhepunkt des Werks der „Flämischen Primitiven“ und Meilenstein der Kunstgeschichte. Besuch des Stadtmuseums von Gent (STAM) auf dem einstigen Gelände der Bijloke Abtei.
Fakultativ: Mittagessen in der Brasserie Pakhuis, einstige Lagerhalle, die der portugiesische Architekt Pinto zu einer Brasserie umgebaut hat oder Stadtrundfahrt mit dem Boot auf der Leie.
7. Tag: Ausflug Ardennen. Durch die schönen Ardennen geht es Richtung Namur. Halt beim Löwenhügel in Waterloo mit Informationen über die Schlacht gegen Napoleon. In Namur u. a. Besuch der Kirche St. Gertrudis von Nivelles mit ihrer beeindruckenden Architektur. Der Tag endet mit dem Hotelbezug in Lüttich für 1 Nacht (ca. 200 km).
8. Tag:Stadtrundfahrt in Lüttich inkl. Besichtigung der St. Bartholomäus Kirche mit einem weiteren der Sieben Wunder Belgiens, dem Taufbecken von Renier de Huy. Das zu Beginn des 12. Jh. aus Bronze gegossene Taufbecken zeigt die Taufe Christi durch Johannes. Die Tour endet am Bahnhof. Ggf. Möglichkeit für eine Kostprobe der berühmten Lütticher Waffeln, die vom Koch des Fürstbischofs von Lüttich im 18. Jh. erfunden wurden und mit Puderzucker oder Schokolade versüßt werden. Rückfahrt mit dem Zug.




