Diese Reise verbindet die Kulturstädte Warschau, Łódź, Breslau und Krakau mit eindrucksvollen Landschaften, bedeutenden Kirchen und historischen Erinnerungsorten. Stationen wie das Riesengebirge, Kreisau, die Kriegsgräberstätte Joachimów-Mogiły, der Wallim-Stollen-Komplex und Auschwitz-Birkenau eröffnen vielfältige Einblicke in die Geschichte und Kultur unseres Nachbarlandes. Die Reise lädt dazu ein, Städte, Landschaften und Erinnerungsorte neu zu entdecken und den Spuren einer gemeinsamen europäischen Geschichte zu folgen.
1. Tag: Anreise nach Warschau
Linienflug von Hamburg nach Warschau (Warszawa). Empfang durch unsere örtliche Reiseleitung und Transfer zum Hotelbezug für 2 Nächte. Abendessen in der historischen Altstadt.
2. Tag: Warschau
Stadtrundgang durch die polnische Hauptstadt mit ihrer rekonstruierten Altstadt (UNESCO-Welterbe). Besuch des Königsschlosses mit seinen prunkvollen Sälen und bedeutenden Kunstsammlungen. Die Führung vermittelt Einblicke in die Geschichte der polnischen Monarchie sowie die wechselvolle Geschichte Warschaus, insbesondere die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und den anschließenden Wiederaufbau. Geplanter Besuch der Deutschsprachigen Evang. Seelsorge.
3. Tag: Nieborów – Łódź – Erinnerungsorte
Fahrt zum Barockensemble Nieborów, ehemals Residenz der Familie Radziwiłł. Besichtigung der prachtvollen Schlossanlage mit original erhaltener Ausstattung und weitläufigem Park. Anschließend Besuch der Kriegsgräberstätte und des Mausoleums in Joachimów-Mogiły, einem Erinnerungsort der Kämpfe des Ersten Weltkriegs. Weiterfahrt nach Łódź, einst Zentrum der polnischen Textilindustrie. Als „polnisches Manchester“ erlangte die Stadt im 19. Jh. große wirtschaftliche Bedeutung und zog Menschen unterschiedlicher Herkunft an, die in den Textilfabriken Arbeit fanden. Bei einer Stadtbesichtigung zeugen die Piotrkowska-Straße, repräsentative Fabrikantenpaläste und historische Industrieanlagen bis heute von dieser außergewöhnlichen Epoche. Besuch des Zentralen Textilmuseums mit Einblicken in die industrielle Entwicklung der Region und die Geschichte der Arbeiterbewegung. Übernachtung in Łódź.
4. Tag: Breslau – Schlesiens kulturelle Metropole
Weiterfahrt nach Breslau (Wrocław). Die historische Hauptstadt Schlesiens zählt zu den schönsten Städten Mitteleuropas und blickt auf eine wechselvolle Geschichte unter böhmischer, österreichischer, preußischer und polnischer Herrschaft zurück. Stadtbesichtigung mit Marktplatz, Dominsel und der Kathedrale St. Johannes des Täufers. Besuch der barocken Aula Leopoldina an der Universität Breslau, einem Meisterwerk barocker Repräsentationskunst. Am Nachmittag Besichtigung des Panoramas von Racławice, eines monumentalen Rundgemäldes zur polnischen Geschichte, sowie Spaziergang durch die historische Altstadt. Zimmerbezug für 4 Nächte.
5. Tag: Riesengebirge
Tagesausflug ins Riesengebirge, einer seit Jahrhunderten geschätzten Natur- und Kulturlandschaft Schlesiens. Stationen in Hirschberg (Jelenia Góra), Bad Warmbrunn (Cieplice Śląskie-Zdrój) und Karpacz (Krummhübel). Besuch der norwegischen Stabkirche Wang, eines außergewöhnlichen Bauwerks nordischer Holzbaukunst, sowie des Gerhart-Hauptmann-Hauses in Agnetendorf (Jagniątków), das an Leben und Werk des schlesischen Nobelpreisträgers erinnert. Anschließend Auffahrt mit dem Sessellift in Richtung Schneekoppe (Śnieżka, 1.603 m), dem höchsten Gipfel des Riesengebirges, und Gelegenheit, die eindrucksvolle Gebirgslandschaft zu erleben.
6. Tag: Schweidnitz – Kreisau
Besichtigung der UNESCO-Friedenskirche in Schweidnitz (Świdnica), der größten Fachwerkkirche Europas. Geplante Andacht sowie Besuch der evangelischen Gemeinde. Anschließend Besichtigung des Schlosses Książ (Fürstenstein) mit seiner eindrucksvollen Lage über dem Pełcznica-Tal. Weiterfahrt nach Kreisau (Krzyżowa), einem wichtigen Ort des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus und heute Symbol der deutsch-polnischen Aussöhnung. Führung durch die Gedenkstätte und Vortrag über den „Kreisauer Kreis“, der hier um Helmuth James von Moltke Konzepte für ein demokratisches und friedliches Europa entwickelte.
7. Tag: Wallim und das Eulengebirge
Ausflug in das Eulengebirge. Besichtigung des Wallim-Stollen-Komplexes, Teil des NS-Projekts „Riese“, eines der größten und bis heute in Teilen unerforschten Bauvorhaben des Zweiten Weltkriegs. Die unterirdischen Anlagen vermitteln eindrucksvolle Einblicke in Zwangsarbeit, Kriegswirtschaft und die Geschichte Niederschlesiens während des Zweiten Weltkriegs. Ergänzt wird der Tag durch landschaftliche Eindrücke der niederschlesischen Bergregion.
8. Tag: Auschwitz – Krakau
Frühe Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Auschwitz (Oświęcim). Der Besuch des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers ermöglicht die Auseinandersetzung mit einem der wichtigsten Erinnerungsorte Europas und den Verbrechen des Nationalsozialismus. Ergänzend ist ein Gespräch in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte bzw. dem Dialogzentrum geplant, das Gelegenheit zur Vertiefung und gemeinsamen Reflexion bietet. Weiterfahrt nach Krakau (Kraków). Zimmerbezug für 3 Nächte.
9. Tag: Königsstadt und religiöses Zentrum
Stadtbesichtigung in der ehemaligen Königsstadt, deren historisches Zentrum zum UNESCO-Welterbe gehört. Besichtigung des Wawel-Hügels mit Kathedrale sowie Rundgang durch die Altstadt mit ihren bedeutenden Bauwerken. Nachmittags Besuch des ehemaligen jüdischen Viertels Kazimierz mit Besichtigung der Remuh-Synagoge. Das Viertel erinnert an die jahrhundertelange jüdische Tradition Krakaus und zählt heute zu den lebendigsten Kulturquartieren der Stadt. Abendessen mit Klezmer-Musik.
10. Tag: Salzbergwerk Wieliczka
Besichtigung des berühmten Salzbergwerks Wieliczka, eines der ältesten noch erhaltenen Bergwerke Europas und UNESCO-Welterbe. Bei der Führung durch die unterirdische Welt beeindrucken kunstvoll gestaltete Kapellen, aus Salz gehauene Skulpturen und weitläufige Stollen, die von der jahrhundertelangen Bedeutung des Salzabbaus für Polen zeugen. Der Nachmittag steht für eigene Entdeckungen in Krakau zur Verfügung. Abschlussabendessen in einem Krakauer Restaurant.
11. Tag: Tschenstochau – Rückreise
Fahrt nach Tschenstochau (Częstochowa). Besuch des Paulinerklosters Jasna Góra mit dem Gnadenbild der Schwarzen Madonna, einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Polens und einem wichtigen Symbol der polnischen Religions- und Nationalgeschichte. Alternativ: Fahrt nach Żelazowa Wola, dem Geburtsort des berühmten Komponisten Frédéric Chopin. Besuch des ehemaligen Geburtshauses und der Parkanlage, die an Leben und Werk des Komponisten erinnert. Anschließend Transfer zum Flughafen Warschau und Rückreise.




