
Argentinien
Zwischen Anden, Eis und Regenwald
Argentinien, die zweitgrößte Nation Südamerikas, erstreckt sich über mehr als 3.700 Kilometer von Nord nach Süd – und beeindruckt mit einer außergewöhnlichen landschaftlichen Vielfalt. Vom tropischen Regenwald an den Grenzen zu Brasilien und Paraguay bis zu den Gletschern Patagoniens reicht ein Land, das so kontrastreich ist wie seine Geschichte.
Im 16. Jahrhundert wurde das Gebiet des heutigen Argentiniens von den Spaniern kolonisiert – teils über den Atlantik, teils vom Vizekönigreich Peru aus. Eine der frühen Siedlungen an der Mündung des Río de la Plata ist das heutige Buenos Aires – eine weltoffene, lebendige Hauptstadt, in der europäische Einflüsse, südamerikanisches Temperament und kulturelle Tiefe zusammenfinden. Heute ist sie das Zentrum eines der größten Ballungsräume des Kontinents – mit Theatern, Cafés, Prachtboulevards und einem unverwechselbaren Flair.
Die enorme Nord-Süd-Ausdehnung bringt unterschiedlichste Klima- und Vegetationszonen hervor: üppige Wälder, weite Ebenen, wüstenähnliche Hochplateaus und eisige Gletscherlandschaften. Dazu kommt eine reiche Tier- und Pflanzenwelt, die in zahlreichen Nationalparks geschützt wird.
Wer Argentinien bereist, entdeckt ein Land voller Kontraste:
– Im Norden, nahe dem Dreiländereck mit Brasilien und Paraguay, stürzen die Iguaçu-Wasserfälle über 70 Meter tief in eine tropische Landschaft – ein Naturwunder, das zu den spektakulärsten der Welt zählt und durch grenzübergreifende Nationalparks geschützt ist.
– Im Westen erheben sich die gewaltigen Anden – die längste Gebirgskette der Erde. In der Provinz Tucumán liegen die Ruinen von Quilmes, einer befestigten Siedlung des gleichnamigen indigenen Volkes, das sich lange gegen die spanische Eroberung zur Wehr setzte. Die Anlage zählt zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen des Landes.
– Im Süden liegt Patagonien, eine weite, beinahe menschenleere Region aus kargen Steppen, türkisblauen Seen und eisigen Höhen. Hier beeindruckt der Perito-Moreno-Gletscher, einer der wenigen Gletscher weltweit, der noch wächst – ein stilles Wunder aus Eis, das seine Besucher tief berührt.
Auch alte weiße Kirchen, Salzpfannen, Wüstenlandschaften und Orte lebendiger indigener Kultur machen Argentinien zu einem Land, das weit mehr ist als Tango, Rindfleisch und Fußball. Es ist ein Land der Begegnung – mit Geschichte, mit Natur und mit einer Gesellschaft, die europäische Einflüsse mit südamerikanischen Wurzeln verbindet.
Die beste Reisezeit für Patagonien und Feuerland liegt zwischen November und März, wenn die Tage lang und das Klima milder ist. Der Norden Argentiniens kann aufgrund seines tropischen und subtropischen Klimas ganzjährig bereist werden.
Argentinien ist ein Land, das Weite zulässt – geografisch wie gedanklich. Wer mit offenem Blick reist, entdeckt hier nicht nur große Landschaften, sondern auch große Geschichten.
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